S 2: #2 Aufklären, Appellieren, Fürsprechen. Behinderungskonstruktionen auch in Zeiten von Inklusion?!

Shownotes

Die Inklusionsforschung ist verbunden mit Fragen nach der Beachtung von speziellen Bedürfnislagen von Menschen und der Auflösung von Kategorien, die deren Angehörige stigmatisieren und diskriminieren können. Auch das Verhältnis der spezifischen Fachgebiete der Sonderpädagogik zur Allgemeinen Pädagogik und zu den Erziehungswissenschaften ist in dieses Spannungsfeld eingebettet. Mit Aufklären, Appellieren und Fürsprechen benennt Dr.in Stefanie Müller in ihrer Forschung die Aufgaben, die sie als charakteristisch für die Geistigbehindertenpädagogik als Subdisziplin der Sonderpädagogik herausarbeitet. Im Kontext einer „Pädagogik der Verbesonderung“ diskutiert sie, wie sich die Geistigbehindertenpädagogik über einen Personenkreis legitimiert, deren Marginalisierung sie verhindern möchte. Mit Blick auf Inklusion als Zielperspektive hören Sie in dem Interview, ob sich die Geistigbehindertenpädagogik nicht selbst abschaffen müsste, um den Weg zu bahnen, die eigenen Ziele zu erreichen. Stefanie Müller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist im Gespräch mit Ellen Brodesser, Mitherausgeberin des Podcast, ebenfalls von der Humboldt-Universität. (EVT: 22.06.2026)

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