Inklusionsfragen – Die Podcastreihe des ZfIB

Mit dem Postulat der Inklusion sind viele Fragen an die Gestaltung von Gesellschaft verbunden: Wie sollen Bildung und Erziehung neu gedacht werden? Welche Anforderungen ergeben sich im Arbeitsleben? Wie verändert sich das öffentliche Leben? Die aufscheinenden Fragezeichen nimmt die Podcastreihe „Inklusionsfragen“ des Zentrums für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB) in den Blick. Die Reihe versammelt neuste Forschungsergebnisse der Inklusionsforschung, die in Gesprächen mit Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen und Fachrichtungen pointiert diskutiert werden.
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Inklusionsfragen – Die Podcastreihe des ZfIB

Neueste Episoden

S 2: #2 Aufklären, Appellieren, Fürsprechen. Behinderungskonstruktionen auch in Zeiten von Inklusion?!

S 2: #2 Aufklären, Appellieren, Fürsprechen. Behinderungskonstruktionen auch in Zeiten von Inklusion?!

21m 16s

Die Inklusionsforschung ist verbunden mit Fragen nach der Beachtung von speziellen Bedürfnislagen von Menschen und der Auflösung von Kategorien, die deren Angehörige stigmatisieren und diskriminieren können. Auch das Verhältnis der spezifischen Fachgebiete der Sonderpädagogik zur Allgemeinen Pädagogik und zu den Erziehungswissenschaften ist in dieses Spannungsfeld eingebettet. Mit Aufklären, Appellieren und Fürsprechen benennt Dr.in Stefanie Müller in ihrer Forschung die Aufgaben, die sie als charakteristisch für die Geistigbehindertenpädagogik als Subdisziplin der Sonderpädagogik herausarbeitet. Im Kontext einer „Pädagogik der Verbesonderung“ diskutiert sie, wie sich die Geistigbehindertenpädagogik über einen Personenkreis legitimiert, deren Marginalisierung sie verhindern möchte. Mit Blick auf Inklusion als Zielperspektive hören...

S 2: #1 Betroffenheit und Verantwortlichkeit: Beobachtungen aus Lehrer:innenfortbildungen zur Diskriminierungskritik

S 2: #1 Betroffenheit und Verantwortlichkeit: Beobachtungen aus Lehrer:innenfortbildungen zur Diskriminierungskritik

27m 4s

Die Verteilung von Bildungschancen durch die Institution Schule ist durch Diskriminierung geprägt, die sich entlang einer Reihe von miteinander verflochtenen Differenzlinien vollzieht, nicht zuletzt von race, class und gender. Das Verbundprojekt ForDiSens – ‚Fortbildungen zur Stärkung von Diversitätssensibilität‘ – widmet sich vor diesem Hintergrund der Analyse und Weiterentwicklung von Fortbildungen für Lehrer:innen im Bereich der Antidiskriminierung. In dieser Podcastfolge sprechen Josephine Herz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt ForDiSens, und Anna Moldenhauer, Professorin für Schultheorie und Schulentwicklung, über erste Beobachtungen aus dem Teilprojekt der Universität Bremen, das sich mit dem Vollzug von Fortbildungen zum schulischen Umgang mit Klassismus befasst. Besondere Aufmerksamkeit richten...

#14 Zwischen Feststellung und Förderung: Warum sich die sonderpädagogische Diagnostik als unscharf erweist

#14 Zwischen Feststellung und Förderung: Warum sich die sonderpädagogische Diagnostik als unscharf erweist

34m 9s

Die sonderpädagogische Feststellungsdiagnostik ist seit Beginn der inklusiven Bemühungen in Deutschland noch stärker in der Kritik. Die Diagnosen gelten als unscharf, diskriminierend und als ungerechtfertigt ressourcengenerierend, auf der Grundlage individueller Schwächen. Akteur:innen im System wissen häufig um die Kritikpunkte der Diagnostik. Allerdings fehlte bisher ein umfassender Überblick zu verschiedenen Perspektiven. Im Forschungsprojekt FePrax werden die Lehrkräfte und Diagnostiker:innen, Gutachten und auch Eltern in die Analysen einbezogen. Sie hören in dem Interview, welche Ergebnisse gewonnen wurden und welche Ideen für die bildungspolitische Verwaltung entwickelt wurden. Ellen Brodesser ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt Universität zu Berlin und Geschäftsführerin des Zentrums für...

#13 Eine praktische Alltagsmoral 'inklusiven' Grundschullehrer*innenhandelns

#13 Eine praktische Alltagsmoral 'inklusiven' Grundschullehrer*innenhandelns

33m 50s

Mit Inklusion gehen normative Fragen einher. Abseits von intellektualistischen Auseinandersetzungen mit diesen, sehen sich Grundschullehrer*innen mit der Aufgabe konfrontiert, die bisweilen verborgenen Normativitäten der Inklusion in die Eigenlogik der Alltagspraxis zu übersetzen. Matthias Olk fragt in seiner Dissertationsstudie danach, wie diese Übersetzung im (berufs-)biographischen Sprechen grundschulpädagogischer Akteur*innen vollzogen wird, deren Tun im Anspruch der Inklusion steht. Der empirische Blick richtet sich dabei auf Fragen nach der Bedeutung pädagogischer Tradierungen, nach der Neuordnung des Verhältnisses zu anderen pädagogischen Akteur*innen und nach dem Umgehen mit dem Abweichenden. Schließlich stellt sich die Frage nach einem Muster der Praxis, das als eher professionalisierte Ausdrucksform...